Haßkarl (Justus Karl), deutscher Reisender und Naturforscher, geb. 6. Dez. 1811 zu Kassel, besuchte das Gymnasium zu Bonn und trat 1827 in den botan. Garten zu Poppelsdorf als Lehrling ein, erhielt 1832 — 34 die Aufsicht über den botan. Garten in Bonn und widmete sich seit 1834 naturhistor. Studien zu Bonn. Im Okt. 1836 reiste er nach Java, wo er eine Stellung am botan. Garten zu Buitenzorg erhielt. Er kehrte 1843 nach Europa zurück, und nahm nach einem zweiten Aufenthalt in Java 1845 — 46 das Sekretariat der Handelskammer zu Düsseldorf an, bis er 1852 von der holländ. Regierung den Auftrag erhielt, den Chinarindenbaum von Peru nach Java überzusiedeln. Es gelang ihm auch, mit etwa 500 Chinabäumchen im Dez. 1854 Java zu erreichen, wo er sofort die Kultur der Chinabäume einleitete. Seiner Gesundheit wegen mußte 1856 nach Europa zurückkehren und ließ sich in Kleve nieder. H. veröffentlichte: „Uatalogus plantarum in horto Bogoriensi cultarumo (Batavia 1843), &Over het nut van de planten Javaso (Amsterd. 1844), Plantae Javanicae rariores (Berl. 1847), «Australien und seine Koloniens (Elberf. 1849), «Allgemeines Sach⸗ und Namenregister zur Florap (Regensb. 1851), Plantae Junghuhnianae (Leid. 1851—52), Filices jaranicaer (Leid. 1856), Retzia, sive observationes botanicae de plantis horti botanici Bogoriensiso (Leid. 1856) u. s. w.