FeedHausflur
BaukunstBrockhaus 1882

Hausflur (Diele oder Ohre [Arn! im niederdeutschen Hause) ist der unmittelbar von der Hausthür aus zugängliche Raum des Erdgeschosses eines Hauses, der sich entweder durch die ganze Tiefe desselben oder nur auf einen Teil der Tiefe erstreckt. Ihre Breite ist verschieden und wird meist von der gewöhnlich im Hintergrunde befindlichen Treppe bestimmt. Ihr Fußboden ist in der Regel steinern und wird aus Täfelung, Ziegelpflaster oder Estrich gebildet. Von ihr aus findet der Zugang zu den ein1 Räumen des Erdgeschosses, sowie zu der nach den obern Stockwerken führenden Treppe statt. Während in gewöhnlichen Wohnhäusern die Ausschmückung der Flur einfach ist und ihre Überdeckung durch die gerade Balkendecke erfolgt, wird die H. öffentlicher oder vornehmer Gebäude mit Säulen, Pilastern, Wand⸗ und Deckengemälden geschmückt oder als gewölbte Vorhalle behandelt und dann Vestibule genannt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 907Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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