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Sagen & MythenBrockhaus 1882

Hebe, bei den Römern mit Juventas identifiziert, Göttin der Jugend, war die Tochter des Zeus und der Hera (Juno), und die Mundschenkin der Götter im Olymp. Nachdem Herakles unter die Unsterblichen aufgenommen worden war, wurde sie dessen Gemahlin und gebar ihm nach Apollodor zwei Söhne, Alexiares und Aniketos. Mit der Zeit wurde im Volksglauben Hebe als Mundschenkin immer mehr durch Ganymed verdrängt, infolge des Umstandes, daß die heroische Sitte, wonach Jungfrauen den Wein kredenzten, zurücktrat und dafür gebräuchlich ward, sich von Knaben beim Symposion bedienen zu lassen. H. wurde auch als Göttin verehrt; namentlich in Sikyon und Phlius, wo sie auch Dia oder Ganymeda hieß; in Athen waren 8. und Herakles Altäre errichtet. Abbildungen von sind nicht häufig; als Mundschenkin wird sie durch Kanne und Trinkschale bezeichnet. Vgl. Kekule, „Hebey (Lpz. 1867).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 937Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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