FeedHeck
VerkehrBrockhaus 1882

Heck (das) nennt man die hintere Fläche eines Schiffs über Wasser, und es ist gleichbedeutend mit dem von Landbewohnern öfter dafür gebrauchten Ausdruck Spiegel. Bis zur Mitte des 17. Jahrh. waren die H. platt und eckig aufgebaut, dann begann man ihre Ecken abzurunden und sie überhaupt nach außen zu wölben, nicht allein wegen des bessern Aussehens, sondern auch aus tenauflulende sichten, da eine bei Sturm von hinten auflaufende und gegen das H. prallende See dasselbe bei platter Form leichter zerschmetterte als bei runder. Die H. umschließen die Kajüten des Kapitäns und wurden deshalb vielfach mit Fenstern, auf größern Kriegsschiffen auch außen mit Galerien versehen, auf denen man sich in freier Luft ergehen konnte. Die runde Form des H. ist seit den letzten Jahrhunderten beibehalten, nur bei den Panzerschiffen baut man das Hinterteil der Schiffe spitz und in ähnlicher Form wie das Vorderteil, damit die feindlichen Geschosse nur unter einem spitzen Winkel aufschlagen können und dadurch bedeutend an Durchschlagskraft verlieren. Hech., bei naturwissenschaftlichen Namen Abkürzung für Heckel (Joh. Jak.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 952Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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