Leukerbad (frz. Loëche-les-bains), in der Umgegend kurzweg Baden genannt, Bad unweit des Fleckens Leuk (s. d.), 1411 m über dem Meere elegen. Die Heilquellen, mehr als 20 an der Zaht, wahrscheinlich schon im Altertum bekannt, seit dem Ende des 15. Jahrh. gefaßt, sind Gipsthermen und entspringen teils im Dorfe, teils oberhalb desselben. Die wichtigste ist die Lorenzquelle, eine Therme von 51 C. Die Bäder, mit Erfolg gegen Hautkrankheiten und Skrofulose angewendet, werden, da die Kur oft täglich zwei- bis siebenstündiges Baden verlangt, in großen, bis zu Im Höhe mit dem bis auf 35 C. abgekühlten Wasser gefüllten Bassins genommen, in welchen beide Geschlechter, in dicke wollene Bademäntel gehüllt, gemeinsam baden, konversieren, lesen, spielen re. Das Dörfchen Leuk zählt (1880) 650 C., besteht mit Ausnahme der Gasthöfe und Bäder nur aus alten braunen Holzhäusern und wird durch einen starken Damm vor Lawinen geschützt. Beliebte Ausflugspunkte sind das Torrenthorn, der Leiterweg nach Albinen, der Dalafall, der Dalagletscher und die Gemmi (s. d.). Vgl. Brunner, Die Thermen von Leukv (Bern 1867); Gsell-Fels, «Kurorte der Schweiz (Zürich 1880).