FeedMontlugon
ErdkundeBrockhaus 1882

Montlugon, blühende Fabrikstadt und Hauptort eines Arrondissements im franz. Depart. Allier (Bourbonnais), an beiden Ufern des kanalisierten Cher, 68 km im SW. von Moulins, Station der Linien Bourges-Moulins und M.⸗St.⸗Sulpice der Orléansbahn, unfern von den Commentry-Kohlengruben. Die obere oder Altstadt, auf einer den Fluß beherrschenden Höhe gelegen und einst befestigt, ist eng und winkelig, die untere oder Neustadt, gut gebaut, enthält alle großen industriellen Etablissements. M. ist der Sitz eines Gerichtshofs erster Instanz, hat zwei Friedensgerichte, ein Kommunal-Collége, eine höhere Gewerbeschule, eine Bibliothek, eine Ackerbaukammer, ein Zellengefängnis, ein Hospital, ein Waisenhaus und ein Theater. Die Stadt zählt (1881) 24 767 E., welche Eisenwerke, Glas⸗ und Spiegelfabriken, Leinwand⸗ und Chemikalienfabriken, Gerbereien, Kupfer⸗ und Messerschmieden, Hutmanufakturen, Kalköfen und mechan. Schneidemühlen unterhalten und, durch den hier anfangenden Berrikanal begünstigt, lebhaften Handel mit Fabrikaten und Landesprodukten treiben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 849Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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