Linoléum, ein von dem Engländer Walton erfundener Stoff, der zur Bekleidung von Wänden und Fußböden dient, bestehend aus einer Mischung von fein zerkleinerten Korkabfällen mit Leinöl, welches letztere einen geringen Zusatz von Metalloxyd erhalten hat. Die biegsame und elastische, der Guttapercha chiadei Masse, welche eine bedeutende Widerstandsfähigkeit gegen Kälte und Feuchtigkeit besitzt, wird mittels eigens hierzu konstruierter Maschinen mit reliefartigen Mustern versehen, durch welche für Wandbekleidungen und Plafonds die Erzeugnisse der Holzschnitzerei nachgeahmt werden, Wentee durch die Teppichmuster mehr das gepreßte Leder imitiert wird. Da das L. alle Farben, sowie Vergoldung und Versilberung annimmt, lassen sich auf derartigen Tapeten und Teppichen sehr schöne Effekte erzielen.