Lisch (Georg Christian Friedr.), deutscher Geschichts⸗ und Altertumsforscher, geb. 29. März 1801 zu Altstrelitz, studierte in Rostock und Berlin, wurde 1827 Lehrer am Gymnasium in Schwerin, 1834 erster Archivar daselbst und stiftete 1835 den Verein für mecklenb. Geschichte und Altertumskunde. Er begründete die Altertümersammlungen des Vereins und gab die „Jahrbücher » desselben heraus. Im J. 1848 stiftete L. den Gesamtverein der deutschen Geschichts⸗ und Altertumsvereine, welcher im Aug. 1852 seine erste Sitzung in Dresden hielt; die dortigen Verhandlungen regten die Gründung des Germanischen Museums zu Nürnberg an und infolge davon ernannte der Großherzog L. zum Konservateur der mecklenb. Geschichts⸗ und Kunstdenkmäler. Im J. 1856 wurde L. Archivrat 1867 Geh. Archivrat. Er starb zu S hwerin 22. Sept. 1883. Zu seinen bedeutendsten Arbeiten gehört die Geschichte der Familien von Malzan (4 Bde., Schwer. 1842—53), von Hahn (4 Bde. Schwer. 1844—56), von Grtzen (3 Bde., Schwer. 1847—66), von Behr (4 Bde., Schwer. 1860 —68); außerdem sind hervorzuheben: Geschichte der Buchdruckerkunst in Mecklenburg bis zum J. 15405 (Schwer. 1839) und «Pfahlbauten in Mecklenburgy (Bericht 1 u. 2, Schwer. 1865—67).