Litzen (frz. Iisse, maille; engl. heddle, heald), die Schnüre, welche zwischen den Stäben der Schäfte am Webstuhl ausgespannt und durch deren Schlingen die Kettenfäden geführt sind, um beim Hindurchgehen eines Einschlagfadens nach Bedarf gehoben oder niedergezogen werden zu können. (S. unter Weberei.) In der Seilerei (s. d.) ist L. ein aus mehrern Fäden zusammengedrehter starker Faden, deren mehrere vereinigt ein Seil oder Tau bilden. In der Drahtseilfabrikation bestehen die L. aus Eisen⸗ oder Stahldrähten. über L. als Posamentierware s. Klöppeln und Klöppelmaschine.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 122Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei