Lobe (Joh. Christian), Komponist und musikalischer Schriftsteller, geb. zu Weimar 30. Mai 1797, trat schon im 13. Jahre in die weimarische Hofkapelle als Flötist ein und komponierte mehrere Opern, von denen Die Flibustiero (1830) und „(Die Fürstin von Granaday (1833) den meisten Beifall fanden. Im J. 1842 legte L. seine Stelle als Mitglied der Kapelle zu Weimar nieder und leitete ein Institut für Musikunterricht. Sodann wandte er sich 1846 Mud Leipzig, wo er bis 1848 die Redaction der „Musikalischen Zeitung» übernahm und als Schriftsteller, Komponist und Lehrer der Theorie wirkte. Hier starb er 27. Juli 1881. Von seinen Schriften sind zu nennen: «Lehrbuch der musikal. Kompositiono (4 Bde., Lpz. 1850 -67), Briefe (2. Aufl., Lpz. 1860), «Katechismus der Musiko (7. Aufl., Lpz. 1876), «Katechismus der Kompositionslehrer (3. Aufl., Lpz. 1876), Aus dem Leben eines Musikerso (Lpz. 1859) und Konsonanzen und Dissonanzeno (Lpz. 1869).