Hand (Ferd. Gotthelf), Philolog, geb. 15. Febr. 1786 zu Plauen im sächs. Vogtlande, studierte in Leipzig Philologie, habilitierte sich daselbst 1809 als Docent, ging aber 1810 als Professor an das Gymnasium zu Weimar, erhielt 1817 an der Universität zu Jena eine außerord. und noch in demselben Jahre eine ord. Professur nebst der Mitdirektion des philol. Seminars. Neben seinen Berufsarbeiten übernahm er 1818 den Unterricht der Prinzessinnen Maria und Augusta von Sachsen-Weimar bis zu deren Verheiratung mit den Prinzen Karl und Wilhelm von Preußen (1827 und 1829). Er starb 14. März 1851. Unter den litterarischen Arbeiten H.s sind die bedeutendsten: «Asthetik der Tonkunsto (2 Bde., Jena 1837—41), Tursellinus, seu de particulis latinis commentariih (4 Bde., Lpz. 1829 — 45), „Lehrbuch des lat. Stilso (Jena 1833; 3. Aufl. 1880), Praktisches Handbuch für Übungen im lat. Stilo (Jena 1838; 3. Aufl. 1883), und die Ausgabe des Statius (Bd. 1, Lpz. 1817). Von 1842 bis 1848 leitete er als Redacteur die Neue Jenaische Allgemeine Litteraturzeitungo. Vgl. Queck, Ferdinand Gotthelf H.» (Jena 1852).