Longford, die nordwestlichste Grafschaft in der irländ. Provinz Leinster, liegt zwischen Cavan, Leitrim, Roscommon und West-Meath und hat ein Areal von 1090,22 akm. Der südl. Teil besteht aus einer Fläche, die sich gegen Westen und Süden nach dem Shannon, dem Lough-⸗Ree und dem Inny hinneigt und vom Königskanal durchzogen ist. Der im Norden von dem wohlangebauten Thale des Camlin gelegene Teil ist hügelig, im Carn-Clanhugh 260 m hoch und senkt sich gegen Nordosten zum Lough-Gowna. Außer den jährlich überschwemmten Sumpfniederungen am Shannon ist der Boden fruchtbar. Viehzucht ist die Hauptnahrungsquelle. Die Industrie beschränkt sich auf Leinwand und Wollstoffe. Die Grafschaft schickt zwei Mitglieder ins Parlament. —7 Einwohnerzahl ist stark in Abnahme; sie belief sich 1841 auf 115491,1881 nur noch auf 61740 Seelen (wovon 79 Proz. katholisch). Die Hauptstadt Longford, in schöner Gegend am Camlin, an der Eisenbahn von Dublin nach Sligo und an einem Zweige des Königskanals gelegen, ist Sitz eines kath. Bischofs. Sie hat eine Kathedrale, eine Gerichtshalle, ein Zuchthaus, ein Krankenhaus und eine Markthalle und zählt (1881) 3590 E., welche Gerbereien und Brauereien unterhalten und Korn⸗ und Butterhandel treiben.