Lorbeeröl, fettes (als Oleum lauri offizinell), im Volksmunde gewöhnlich Looröl genannt, ist von butteriger Konsistenz und intensiv grüner Farbe. Es ist ein Gemisch von Laurostearin (s. d.) mit andern Glyzeriden und enthält außerdem ätherisches Ol, welches ihm einen stark lorbeerartigen Geru erteilt. Es wird in Spanien, Portugal und Frankreich durch Auspressen aus den vorher gequetschten, in Wasser gekochten Früchten gewonnen und in der Medizin als nervenstärkendes, reizendes Mittel äußerlich und als Zusatz zu Salben gebraucht.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 177Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei