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ErdkundeBrockhaus 1882

Lörrach, Kreisstadt im bad. Landeskommissariatsbezirk Freiburg, Hauptort des durch seine Weine bekannten Markgräflerlandes, 9 km nordöstlich von Basel, an der Wiese und der Wiesenthalbahn, ist Sitz eines Bezirksamts, eines Amtsgerichts und eines Hauptsteueramts, hat eine evang. und eine kath. Pfarrkirche, eine Synagoge, ein Gymnasium, eine Kreishypothekenbank und eine Vorschußbank und zählt (1880) 6726 meist prot. E./ welche eine große Kattundruckerei, Baumwollspinnereien und Webereien, eine Tuchfabrik, eine Seidenbandweberei, eine Chokoladefabrik, eine Eisen- und Metallgießerei unterhalten und Weinbau treiben. In der Nähe sind die Ruinen des großen Schlosses Rötteln, das den Markgrafen von Sausenburg, später den Markgrafen von Durlach gehörte und 1678 von den Franzosen zerstört wurde. 92 363 E. Der Kreis Lörrach zählt (1880) auf 960,7 aEm

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 181Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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