Luftsteine sind sehr poröse, leichte Ziegelsteine, welche zur Konstruktion von Zwischenwänden und solchen Stellen Verwendung finden, wo man beim Bau die Unterlage möglichst wenig zu belasten wünscht. Zu ihrer Herstellung wird der Lehm, aus welchem die Steine gefertigt werden sollen, mit Kohlenklein, erdiger Braunkohle, Torf, Sägespänen oder sonstigem brennbaren Material gemischt und dann auf gewöhnliche Weise geformt „und gebrannt. Im Ziegelofen wird die dem Lehm beigemengte Materie zerstört, der vorher von ihr erfüllte Raum bildet dann die Poren, deren Zahl und Größe durch die Form und die Menge der zugefügten verbrennlichen Substanz bedingt wird.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 244Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei