FeedOpa oder Ope
NaturlehreBau-Lexikon 1881

Opa oder Ope, k., frz. ope, f., lat. opa, columbarium, gr. é6rn, Rüstloch, Baltenloch; der Zwischenraum zwischen zwei Balkenlöchern oder Balken hieß metope oder intertignum. Opacity, s., engl., das Mattsein (Nichtpolirtsein). Opaion, u., s. Opeion. opake, engl., opaque, adj., franz., undurchsichtig; opake pigment, engl., Couleur opaque, frz., Deckfarbe. Opal, m., frz. quarz m. Tésinite, opalin, engl. opal, lat. opalus (Miner.), so heißt die in der Natur in vulkanischen Gesteinen vorkommende amorphe, wasserhaltige Kieselerde. Man unterscheidet bes. folgende Varietäten: I. edler O., franz. opalé irisée, engl. precious opal, lat. opalus paederota, derb und eingesprengt, muscheliger Bruch, Farbe milchweiß, spielt sehr lebhaft ins Grüne, Blaue, Rothe etc., ist durchscheinend und glänzt glasig, Eigenschwere = 2,. Ritzt Apatit, ritzbar durch Zuarz. Verknistert vor dem Löthrohv, schmilzt jedoch nicht. Enthält 90 Th. Kieselerde und 10 Th. Wasser. Er kommt im Trachytgebirge auf nicht weit erstreckten Gängen vor. Man verwendet den edlen O. zu Schmuckgegenständen, ebenso die anderen Arten, zumal die böhmischen, ihrer baumartigen Zeichnungen halber. — 2. Gemeiner O., frz. Opale commune, dem edlen bis auf das Farbenspiel ähnlich, kommt auch ähnlich wie der edle in Porphyr, Serpentin u. auf manchen Erzgängen vor. — 3. Halbopal kommt ebenso, nicht selten in bandartigen Streifen, zumal auf Gängen im Dolerit u. im Porphyr, oft als Versteinerungsmittel von Holztherlen (als Holzopal) vor. — 4. Jaspisopal od. Eisenopal, Opallaspis, franz. opale ferrugineuse, engl. opaljasper, gelbbraun, halbhart, fettglänzend, undurchsichtig, findet sich derb u. eingefprengt. — 5. Orientalischer O., Feueropal, frz. girasoh m. — 6. Holzopal (s. d.). 7. Harzopal, Leberopal, frz. O. résinite, engl. menilite, auch Menilit genannt. Opalglas, n., s. den Art. Glas. vppalisirend, engl. opalising, adj., dem edlen Opal ähnlich schimmernd. Opalmutter, k. (Miner.), so wird das Gestein genannt, in welchem der edle Opal fein eingesprengt vorkommt. Opal-wood, s., engl., Holzopal, s. d. Art. Opal 3.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 473Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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