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BaukunstBrockhaus 1882

Lünette (frz.) heißt in der Befestigungskunst die gebräuchlichste Grundrißform selbständiger Werke, namentlich der Feldschanzen und detachierten Forts. Die L. hat zwei unter einem gewöhnlich stumpfen ausspringenden Winkel zusammenstoßende, ins Vorterrain wirkende und längere Linien (Facen) und zwei daranstoßende, das Seitenterrain bestreichende kürzere Linien (Flanken). Die Kehle der L. kann offen sein, oder einen Abschluß mittels Palissadierung, verteidigungsfähigen Mauerwerks oder einer schwächern Erdbrustwehr besitzen. (S. Tafel: Feldbefestigung, Fig. 12, Bd. VI, S. 649.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 253Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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