FeedLuschka (Hubert)
HeilkundeBrockhaus 1882

Luschka (Hubert), hervorragender Anatom, geb. 27. Juli 1820 zu Konstanz, erlernte erst die Pharmacie in überlingen, widmete sich seit 1841 in Freiburg und Heidelberg dem Studium der Medizin und ließ sich 1844 in Meersburg, späterhin in Konstanz als praktischer Arzt nieder. Nachdem er 1849 als Prosektor und außerord. Professor nach Tübingen berufen, erhielt er daselbst 1855 die ord. Professur der allgemeinen pathol. und chirurgischen Anatomie und die Direktion des anatom. Instituts. Er starb zu Tübingen 1. März 1875. L. hat insbesondere die topogr. Anatomie durch zahlreiche Untersuchungen und Beobachtungen gefördert; unter seinen zahlreichen Schriften sind hervorzuheben: «Die Nerven in der harten Hirnhaut v (Tüb. 1850), «Die Struktur der serösen Häute des Menschen »(Tüb. 1851), „Der nervus phreicus des Menscheno» (Tüb. 1853), «Die Adergeflechte des menschlichen Gehirns» (Tüb. 1855), Die Brustorgane des Menschen in ihrer Lagey (Tüb. 1857), „Die Halbgelenke des menschlichen Körperso (Berl. 1858), „Die Halsrippen und die ossa suprasternalias (Wien 1859), Der Herzbeutel und die fascia endothoracica o (Wien 1859), «Die Anatomie des Menschen in Rücksicht auf das Bedürfnis der praktischen Heilkunder (3 Bde., Tüb. 1862—69), „Der Hirnanhang und die Steißdrüse des Menschenv (Gerl. 1860), «über Maß⸗ und Zahlenverhältnisse des menschlichen Körpersv (Tüb. 1871), Der Kehlkopf des Menschen » (Tüb. 1871), 4Die Lage der Bauchorganer (Karlsr. 1873).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 263Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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