Maimana, s. Maimene. Maimatschin (chines., d. h. Handelsburg), Stadt in der Mongolei, unter 50 nördl. Br. und 1065 östl. L. bon Greenwich), auf dem linken Ufer eines kleinen Nebenflusses der Selenga, unmittelbar an der Grenze des russ. Gouvernements Transbaikalien bei der russ. Grenzstadt Kiachta gelegen. Die Grenze zwischen dem chines. und dem russ. Kaiserreiche bildet ein zwischen beiden genannten Städten laufender Graben, über den eine, nur des Nachts aufgezogene Zugbrücke führt. M. wurde von dem chines. Kaiser Jongtsching 1728 zum Orte bestimmt, wo der Umtausch chines. Landeserzeugnisse, namentlich der Thee, gegen russ., namentlich sibir. Pelzwaren stattfinden sollte.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 359Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei