Mailäth von Székely (Georg von), ungar. Staatsmann, geb. zu Zavar im Preßburger Komitat 22. April 1786, war schon 1811 Landtagsdeputierter, bekleidete während der ungar. Landtage von 1825 und 1830 die Würde des königl. Personals (Präsident der königl. Gerichtstafel) und führte als solcher den Vorsitz im Unterhause. Am 4. April 1839 wurde er Judex Curiae und präsidierte in dem Oberhause auf dem pester Reichstage von 1848. Dann zog er sich von dem polit. Schauplatz zurück und starb 11. April 1861 zu Wien. Sein Sohn, Georg von M., geb. zu Preßburg 1816, wurde 1839 und 1843 zum Landtagsabgeordneten gewählt und war 1848 Obergespan des Tolnaer Komitats. Da er sich zu den konservativen Prinzipien bekannte, zog er sich 1849 zurück, wurde 1860 Tavernikus (Reichsschatzmeister) von Ungarn und Präses der königl. ungar. Statthalterei in Ofen, trat nach Auflösung des ungar. Reichstags von 1861 von seinem Posten zurück, wurde 1865 zum ungar. Hofkanzler, 1867 zum Präsidenten des obersten Landesgerichtshofs und bald darauf auch um Präsidenten des Oberhauses ernannt. In dieer Stellung übte er großen Einfluß auf das öffentliche Leben Ungarns; er galt als einer der Hauptvertreter des konservativ-konstitutionellen M. fiel von Mörderhand in seiner Wohnung zu Budapest in der Nacht zum 29. März 1883.