Maiwurm oder Olkäfer (Meloé) heißt eine zu den Blasenkäfern gehörende, in einigen 70 Arten über ganz Europa, Nordafrika, Nordasien und Amerika verbreitete Käfergattung, deren Kopf ganz frei, nach hinten halsartig abgeschnürt ist. Die Fühler sind perlenschnurförmig und die Flügeldecken verkürzt, klaffend, weich, lederartig. Einige Arten fanden früher auch in Europa arzneiliche Anwendung. Zu ihnen gehört vorzüglich der blaue Maiwurm (Meloé proscarabacus, s. Tafel: Insekten I, Fig. 27); dieser ist etwa 2 em lang, bläulich-schwarz und kommt im Frühjahr schon im April im Grase und an Wegen häufig vor. Er nährt sich von Blättern verschiedener Pflanzen. Die Larven, die unter dem Namen Bienenläuse bekannt sind, kriechen auf Blumen, hängen sich an Bienen und Hummeln an und lassen sich von diesen in die Baue tragen, um dort nach einer zweiten Metamorphose die Larven derselben aufzuzehren. Der Käfer, welcher bei der Berührung aus den Beingelenken eine ölähnliche, blasenziehende Flüssigkeit schwitzt, machte den Hauptbestandteil eines freilich unwirksamen Geheimmittels gegen die Wasserscheu aus. Der echte Maiwurm (Meloë majalis) hat ganz gleiche Eigenschaften, ist aber seltener als voriger und riecht wie Veilchen.