Mancha oder La-Mancha, der südlichste Teil des span. Königreichs Neucastilien, bildet seit 1822 den Hauptbestandteil der nach der Hauptstadt benannten Provinz Ciudad-Real (s. d.), erstreckt sich aber noch weit in die angrenzenden Provinzen Toledo, Cuenca und Albacete hinein. Sie wird im S. von der Sierra Morena, im SO. von der Sierra de Alcaräz, im N. von Zweigen der Montes de Toledo u. a. durchzogen, besteht zum Teil aus fast vollkommen ebenen Hochflächen, zum Teil aus einer baumlosen Steppe; ihr rotbrauner, verbrannter und salzhaltiger Boden, dessen feiner roter Staub alles rot überdeckt, ist mit spärlichem Cistus und Thymian bewachsen, und wird von dem hier entspringenden und seine berühmte Flußschwinde bildenden seichten Guadiana und dessen noch wasserärmern Nebenflüssen Azuel, Jabalon u. s. w. kümmerlich bewässert. Dabei sind aber einzelne Teile, wie die getreidereiche Umgebung von Ocaña und das weinreiche Gelände von Valdepenas, sehr fruchtbar. Man baut schönes Obst, vortreffliche rote Weine, Getreide, Esparto, Safran, sowie auch Hanf, Flachs, Ol und Sodapflanzen. Sehr bedeutend ist die Viehzucht, namentlich liefert die M. schöne Esel und Maultiere. Der Bergbau wird hauptsächlich auf Quecksilber betrieben. (S. Almaden.) Die Industrie beschränkt sich auf grobe Wollzeuge, Leinwand, Seife und Leder, der Handel auf die Ausfuhr von Getreide, Wein, Vieh und Seife.