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ErdkundeBrockhaus 1882

Manzanares, Stadt (Villa) in der span. Provinz Ciudad-Real (Neucastilien), rechts am Guadianazufluß Azuel, in 604 m Höhe, an der andalus. Heerstraße, Station der Eisenbahnen Madrid-Cordova-Sevilla und M.⸗Ciudad-Real, begrenzt mit Almagro (s. d.) im SW. und Valdepeßas im S. den durch seinen Rotwein von Valdepenas (Burgunderrebe) berühmten Distrikt Campo de Calatrava. Die Stadt, einer der wohlhabendsten Orte in der Mancha (f. d.), wird von einem alten, vieltürmigen Kastell beherrscht, besitzt einen schönen Marktplatz, auch eine sehenswerte got. Kirche, und zählt (1877) 8857 E., die Wein⸗ und Safranbau, Wollzeugweberei und Handel treiben. Den Namen M. führen auch zwei nicht bedeutende Flüsse Castiliens. Der eine ist ein linker Nebenfluß des obern Duero, der an dem Nordabhang der Sierra de Atienza entsteht; der andere ein rechter Zufluß des durch den Henares verstärkten Jarama, ein wasserarmes Flüßchen, zu Zeiten ein reißender Bergstrom, welcher am südl. Abhange des Cerro de los siete Picos entspringt und an Madrid vorbeifließt. [lima (s. d.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 427Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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