Maret (Hugo Bernard), Herzog von Bassano, franz. Publizist und Staatsmann, geb. zu Dijon 1. März 1763, kam etwa 1788 nach Paris und gab nach Ausbruch der Revolution das «Bulleétin de I'Assemblée heraus, welches er später mit dem (Moniteuro verschmolz. Unter der Republik wurde er Gesandter in England und leitete hier die Verhandlungen bis zur Kriegserklärung, worauf er nach Paris zurückkehrte (Anfang 1793). Im Juli 1793 zum Gesandten in Neapel ernannt, wurde er auf der Reise in Graubünden von den Osterreichern aufgehoben und blieb 2½ Jahre in Brünn interniert. Nach Napoleons Rückkehr von Agypten trat M. in dessen Dienst. Als Generalsekretär, Staatssekretär, seit 1804 als Minister, gehörte er zu den Vertrauten Napoleons, dessen offizielle Korrespondenz er führte. Auch auf dem russ. Feldzuge begleitete er, 1811 zum Minister des Auswärtigen erhoben, den Kaiser und leitete dann die Aushebungen, durch welche Napoleon sich gegen die europ. Koalition aufrecht zu erhalten suchte. Während der Hundert Tage zum Herzog von Bassano ernannt und mit Gütern überhäuft, ward M. nach der Rückkehr der Bourbonen exiliert und lebte bis 1820 in Linz und Graz. Amnestiert, kam er nach Paris zurück, ward 1831 von Ludwig Philipp zum Pair, 1834 zum Minister des Innern und Kabinettschef erhoben, was er aber nur wenige Tage blieb, und lebte dann, mit litterarischen Arbeiten beschäftigt, bis an seinen Tod, 13. Mai 1839, in Paris.