FeedMarkirch (frz. Sainte-Marie-aux-Mines)
ErdkundeBrockhaus 1882

Markirch (frz. Sainte-Marie-aux-Mines), blühende Fabrikstadt im elsaß-lothring. Kreise Rappoltsweiler, Bezirk Oberelsaß, an der Leber, 20 km westlich von Schlettstadt, mit dem es durch eine Zweigbahn der Elsaß-Lothringer Eisenbahnen verbunden ist, nahe der franz. Grenze. Die wichtigsten Industriezweige sind Seiden⸗„ Woll- und Baumwollweberei, Färberei und Bleicherei. M. zählt (1880) 11524 C., ist Sitz eines Amtsgerichts, eines prot. und eines reform. Konsistoriums und hat ein Realprogymnasium. Der nördl. Teil von M., am linken Leber-Ufer, gehörte früher zu Lothringen und hatte kath., französisch redende Bewohner, der südl. Teil, am rechten Ufer, zur Herrschaft Rappoltsweiler gehörig, prot., deutsch redende Bewohner. Spuren dieser rnn nin sind noch heute bemerkbar. war von der Mitte des 15. Jahrh. bis 1633 der Mittelpunkt eines belebten Bergbaues.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 464Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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