Marsch heißt die geordnete Bewegung von Truppen auf ein bestimmtes Ziel. Dem Zweck nach unterscheidet man Friedens⸗(sog. Reise⸗) und Kriegsmärsche. Die Kriegsmärsche sind ihrer Richtung nach in Bezug auf den Feind entweder Vor⸗, Rück- oder Seitenmärsche, der Zeit nach Tag⸗ oder Nachtmärsche, der Beschleunigung nach gewöhnliche und Eilmärsche, zu welchen letztern die Truppentransporte auf Eisenbahnen gehören. Alle Märsche unterliegen strategischen, taktischen und ökonomischen Rücksichten; je näher dem Feinde, desto mehr treten die letztern zurück. Die Vorbereitungen zum M. bezwecken, die Truppen durch Abhärtung und übungsmärsche, sowie durch zweckmäßige Ausrüstung, Gepäck, Fußbekleidung, Hufbeschlag u. s. w. marschfähig zu machen. Die Marschordnung bestimmt die Reihenfolge der Truppen. Auf dem M. ist strenge Marschdiseiplin notwendig. Dahin gehören alle Maßregeln, welche die Ordnung aufrecht erhalten, das Austreten Einzelner (Marodieren) hindern, für die Gesundheit Sorge tragen u. s. w. Besonders bei Rückzügen und Nachtmürschen muß die Disciplin mit größter Strenge erhalten werden. Der Marschfelddienst bezweckt in der Nähe des Feindes die Sicherheit der Truppen. Es werden Abteilungen in der Richtung desselben entsendet, als Avantgarde (Vorhut), Arrièregarde (Nachhut), oder Seitendeckung, um den Feind frühzeitig zu entdecken und zu melden, nötigenfalls auch aufzuhalten, bis die Truppen gefechtsbereit sind.