FeedEilmärsche
GeschichteBrockhaus 1882

Eilmärsche werden von Truppen verlangt und ausgeführt, wenn es sich in erster Linie um Zeitgewinn handelt; sie legen den Truppen große Anstrengungen auf und erhalten die Bezeichnung Gewaltmärsche, wenn sie den höchsten Grad von Anstrengung erheischen. Bei ihnen tritt die Rücksicht auf die Bequemlichkeit der Truppen in den Zeit pum u letztern wird nur die notwendige eit zum Abkochen und Abfüttern gewährt, sonst müssen sie den Marsch bis zur Erreichung des bestimmten Ziels ununterbrochen fortsetzen. Die Kriegsgeschichte lehrt, daß als Maximalleistung ein Marsch von 60—70 km in 24 Stunden betrachtet werden muß, wenn die Schlagfertigkeit der Truppen erhalten bleiben soll; E. von 48stündiger Dauer würden zum Wiedergewinn der Schlagfertigkeit eine längere Ruhe notwendig machen und selbst ein Marsch von kürzerer Dauer kann Ordnung und Disciplin stark gefährden; daher werden E. nur selten angewendet; gelingen sie, dann können mit ihrer Hilfe die größten u Shrn errungen werden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 819Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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