Mascov (Joh. Jak.), deutscher Publizist und Historiker, geb. zu Danzig 26. Nov. 1689, studierte in Leipzig anfangs Theologie, dann die Rechtswissenschaft, ging hierauf mit zwei jungen Grafen von Watzdorf auf Reisen, wurde 1719 außerord. Professor zu Leipzig, noch in demselben Jahre in den Rat aufgenommen, später ord. Professor der Rechte und der Geschichte, Hofrat und Prokonsul der Stadt. Er starb zu Leipzig 21. Mai 1761. Seine Principia juris publici Romano-Germanici (Lpz. 1729; 5. Aufl. 1769) wurden lange Zeit auf den meisten Universitäten als Lehrbuch gebraucht. In seiner unvollendeten Geschichte der Deutschen bis zum Anfang der fränk. Monarchie (2 Bde., Lpz. 1726 — 37) zeigt sich M. als der erste deutsche Historiker, der in seinen geschichtlichen Arbeiten den nationalen Gesichtspunkt geltend machte; die Fortsetzung derselben sind die «Commentariiderebus imperii Romano-Germaniciv (3 Bde., Lpz. 1751—53). Auch schrieb er »Abriß einer vollständigen Historie des Deutschen Reichs (Lpz. 1722 —30) und «Einleitung zu der Geschichte des Römisch-Deutschen Reichs (Lpz. 1752).