Maurenbrecher (Wilh.), Historiker, Sohn des vorigen, geb. 21. Dez. 1838 in Bonn, besuchte das Gymnasium in Düsseldorf, studierte in Bonn, Berlin und München Geschichte, führte dann die Redactionsgeschäfte von Sybels «Histor. Zeitschrift', habilitierte sich 1862 in Bonn, wurde 1867 Professor der Geschichte in Dorpat, folgte 1869 einem Rufe nach Königsberg und wurde 1877 Professor in Bonn. Seit Herbst 1884 ist er Professor in Leipzig; seine Antrittsvorlesung daselbst erschien unter dem Titel: „Geschichte und Politikv (Opz. 1884). M.s Hauptwerke sind: Karl V. und die denkschen Protestanten (Düsseld. 1865), England im Reformationszeitalter» (Düsseld. 1866), «Studien und Skizzen zur Geschichte der Reformationszeito (Lpz. 1874), 4(Geschichte der kath. Reformationv (Bd. 1, Nördl. 1880), «Die preuß. Kirchenpolitik und der kölner Kirchenstreit» (Stuttg. 1881). Außerdem gab er aus dem Nachlaß seines Freundes von Noorden «Histor. Vorträger, mit einem Lebensbild (Epz. 1884) heraus. Seit 1881 redigiert er das „Histor. Taschenbuchp (6. Folge).