Masuren heißt der Landesteil von Ostpreußen, welcher die Kreise Angerburg, Goldapp, Johannisburg, Sensburg, Lözen, Lyck, Olezko und Ortelsburg umfaßt und auf ungefähr 11000 qkm gegen 300000 E. zählt, die als die Nachkommen der in der zweiten Hälfte des 15. Jahrh. hier eingewanderten Polen, mit Ausnahme der deutschen Städtebewohner, ein verderbtes Polnisch sprechen und sast ausschließlich dem evang. Bekenntnisse angehören. M. bildet ein länglich gestrecktes, plateauartiges, bewaldetes Hügelland mit vielen Seen, unter denen der Spirdingsee der größte ist, und ist reich an Naturschönheiten, namentlich in der Nähe der Stadt Lyck. Der Boden im südöstl. Teile ist eben, im allgemeinen sandig und dürftig; der Ackerbau steht auf keiner hohen Stufe. Vgl. Töppen, «Geschichte Masurensv (Danz. 1870). — Nicht zu verwechseln mit der preuß. Landschaft M. ist das Volk der Masuren, die Bewohner von Masovien (s. d.).