Maximilianstürme, nach ihrem Erbauer, dem Erzherzog Maximilian Joseph von Ssterreich-Conversations-⸗Lexikon. 13. Aufl. XI. rEste (geb. 1782, gest. 1863 als k. k. Generalfeld⸗ „zeugmeister und Großmeister des Deutschen Ordens in Osterreich) benannt, wurden bei dem Bau des rverschanzten Lagers von Linz 1828—36 im Sinne detachierter Forts angewandt. Die M. sind zwei bis drei Stockwerke hoch, deren oberes zur Aufofnahme von Haubitzen eingerichtet ist, welche über edas vorliegende Glacis hinweg indirekt nach außen feuern sollen. Eine durch Erdbrustwehr gedeckte Plattform dient zur Aufstellung schwerer Kanonen behufs direkter Beherrschung des Vorterrains. Die funtern Etagen enthalten Unterkunftsräume für Mannschaften, Vorräte, Munition. 32 solcher M., „welche sich gegenseitig flankieren, bilden einen Gürtel von Werken um die im übrigen offene Stadt. Der Wirkung gezogener Geschütze gegenüber sind die M. unhaltbar und wurde die Befestigung daher neuerer Zeit aufgegeben. Vgl. Blumhardt, «Die stehende Befestigung (Darmst. 1864).