FeedMeixner (Karl Wilh.)
GeschichteBrockhaus 1882

Meixner (Karl Wilh.), Schauspieler, geb. 16. Nov. 1818 zu Königsberg i. Pr., betrat 1837 die Bühne, zog 1839 nach Hamburg, spielte hier unter Maurice komische Rollen und Bonvivantpartien, folgte dann 1844 einem Ruf an das Stadttheater nach Leipzig, wurde einige Jahre später Mitglied des stuttgarter und 1850 Mitglied des wiener Hoftheaters, an dem er seitdem mit Erfolg wirkt. Als seine besten Leistungen sind zu nennen: Lämmchen, Schmock, Riccaut, Kniflig, Giboyer. Meéjean (Causse de), s. unter Causses. Mejer (Otto Georg Alexander), bedeutender Lehrer des Kirchenrechts, geb. 27. Mai 1818 zu Zellerfeld im Oberharz, studierte zu Göttingen, Berlin und Jena, habilitierte sich 1842 in Göttingen, wurde Ostern 1847 außerord. Professor in Conversations-Lexikon. 13. Aufl. XI. Göttingen, Herbst 1847 ord. Professor in Königsberg und nahm an den polit. Bewegungen 1848 —49 lebhaften Anteil, besonders durch eine Streitschrift gegen den Ultramontanismus: Hie deutsche Kirchenfreiheit und die künftige kath. Parteiv (Lpz. 1848). Im J. 1850 ging M. nach Greifswald, 1851 nach Rostock. Hier begründete er mit Kliefoth im J. 1854 die Kirchliche Zeitschrift6. Seit 1874 wirkt M. als Geh. Justizrat und Professor des Staats- und Kirchenrechts in Göttingen. Von seinen Schriften sind zu nennen: Institutionen des gemeinen deutschen Kirchenrechts (Gött. 1845; 3. Aufl. 1869 unter dem Titel: «Lehrbuch des deutschen Kirchenrechtsvy), «Die Propaganda, ihre Provinzen und ihr Rechte (2 Bde., Gött. 1852—53), Die Grundlagen des luth. Kirchenregimentso (Rost. 1864), Zur Geschichte der römisch-deutschen Fragen (Rost. 1871 fg.), Einleitung in das denische Staatsrechto Mefico, s. Mexiko. (Rost. 1861). Mejillones, Stadt in dem 1882 von Bolivia an Chile abgetretenen Gebiet von Antofagasta, am Stillen Ocean unter 23 8 südl. Br., der beste Hafen an der südamerik. Westküste, welcher fast allein ruhiges Wasser, Ufer ohne Brandung und Ankergrund ohne Klippen und Bänke besitzt. Die Bucht wird gebildet durch die nach Norden vorspringende Spitze, die im 870 mehohen Morro de M. gipfelt; am Nordabhange dieses Bergs befinden sich Guanolager, die auf 2—4 Mill. Tonnen geschätzt werden, aber dem Chinchaguano an Güte nachstehen. In der Nähe von M. finden sich auch Kupferlager, die eine jährliche Ausbeute von 40000 Etr. liefern. M. ist Station der pacifischen Dampferlinien. (S. Antofagasta.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 593Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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