Gorton, Stadt in der engl. Grafschaft Lancaster, 6kmeim OSO. von Manchester, am Stockport-Kanal und an der Eisenbahn Manchester-Sheffield-Oldham, zählt (1881) 33091 E. und hat Baumwoll⸗, Chemikalien⸗ und Stärkefabriken. heit Nulcel eine russ. Familie, welche durch den heil. Michael von Tschernigow (ermordet 1246) von Rurik und Wladimir d. Gr. abstammt. Fürst Peter G., Wojwode von Smolensk, verteidigte mit dem Bojaren Schein diese Stadt 1609—11 zwei Jahre lang gegen Sigismund III. von Polen, bis sie von diesem mit Sturm erobert wurde. — Fürst Dmitri G., geb. 1756, ein geschätzter russ. Dichter, schrieb Oden, Satiren und poetische 909. 1 und starb 1824. — Fürst Alexander G., geb. 1764, diente unter seinem Oheim Suworow in der Türkei und Polen, zeigte beim Sturm von Praga große Tapferkeit und ward 1798 Generallieutenant. Im Feldzuge 1799 nahm er unter Korsakow an der Schlacht von Zürich teil, ward dann Militärgouverneur von Wiborg, führte 1807 unter Bennigsen ein Korps und warf den Marschall Lannes bei Heilsberg zurück. Bei Friedland befehligte G. den rechten Flügel. Er ward 1812 an der Stelle Barelay de Tollys Dirigent des Kriegsministeriums und wurde nach dem Friedensschlusse 1814 zum General der Infanterie und Mitglied des Reichsrats ernannt. Er starb 1825. — Fürst Andrej G., geb. 1768, kämpfte 1799 als Generalmajor unter Suworow in Italien, befehligte 1812 eine Grenadierdivision und wurde bei Borodino verwundet. In den Feldzügen 1813 und 1814 führte er das 1. Infanteriekorps und that sich namentlich in den Schlachten von Leipzig und Paris hervor. Er ward 1819 General der Infanterie, zog sich 1828 aus dem aktiven Dienste zurück und starb 27. Febr. 1855 zu Moskau. Peter G., ein Sohn Dmitris, geb. 1790, machte die Feldzüge gegen Napoleon in Deutschland und Frankreich mit, focht dann im Kaukasus unter Jermolow und ward 1826 Generalquartiermeister der Des Baltan 1829 Armee. Bei der überschreitung des Balkan 1829 befehligte er eine Infanteriedivision, schlug ein türk. Korps bei Aidos und schloß die Präliminarien des Vertrags von Adrianopel ab. Er wurde hierauf zum Generallieutenant, 1839 zum Generalgouverneur von Westsibirien und 1843 zum General der Infanterie ernannt. Im Jan. 1851 nahm er seine Entlassung, trat jedoch nach dem Ausbruch des Orientkriegs wieder in Dienst und ward an die Spitze des 6. Armeekorps gestellt, mit dem er in den Schlachten von der Alma und Inkerman focht. Im Frühjahr 1855 legte er sein Kommando nieder und wurde zum Mitglied des Reichsrats ernannt. Er starb 18. März 1868 zu Moskau. Michail G., Bruder des vorigen, geb. 1795, trat 1807 als Junker bei der Gardeartillerie ein, diente 1810 gegen die Perser, 1812—15 gegen die Franzosen und wurde 1824 Generalmajor. Im Türkenkriege 1828 leitete er als Stabschef des Rudsewitschschen (nachher Krassowkischen) Korps den Übergang über die Donau und 1829 die Belagerungen von Silistria und Schumla. Im poln. Feldzuge 1831 war er Stabschef des Grafen Pahlen, wurde bei Grochow verwundet und für die dort bewiesene Tapferkeit zum Generallieutenant befördert. Als Befehlshaber der gesamten Artillerie zeichnete er sich bei Ostrolenka und besonders bei der Erstürmung von Warschau aus und ward nach dem Rücktritt des Grafen Toll Chef des Generalstabes der aktiven Armee, welchen Posten er über 20 Jahre hindurch verwaltete, nachdem er 1843 noch zum General der Artillerie und 1846 zum Militärgouverneur von Warschau ernannt worden war. An dem ungar. Kriege nahm er 1849 als Dei Arsere der Artillerie hervorragenden Anteil. Bei Ausbruch des Orientkriegs übernahm G. den Oberbefehl über die in Bessarabien stehenden Truppen. Mit einem Heere von 60000 Mann überschritt er im Juli 1853 den Pruth und besetzte die Moldau und Walachei, ging im März 1854 über die Donau, mußte aber die Belagerung von Silistria aufheben und seine Truppen nach der russ. Grenze zurückführen. Im März 1855 übernahm er den Oberbefehl in der Krim, schlug 18. Juni einen Sturm auf Sewastopol blutig zurück, unterlag aber 16. Aug. an der Tschernaja und räumte 8. Sept. nach mörderischem Kampfe den südl. Teil von Sewastopol, behauptete sich auf der Nordseite bis zum Friedensschlusse und rettete dadurch die Krim für Rußland. Im Febr. 1856 ersetzte er Paskewitsch als Oberdefehlshaber der Ersten Armee und Statthalter von Polen, wo er ein milderes Regiment einzuführen suchte, was indes den Konflikt zwischen den Truppen und der Bevölkerung 27. Febr. 1861 und die blutigen Scenen vom 8. April nicht verhindern konnte. Nach kurzer Krankheit starb er infolge eines Lungenschlags 30. Mai 1861. Seinem letzten Wunsche zufolge ward seine Leiche nach Sewastopol gebracht und dort neben seinen bei der Verteidigung dieser Feste gefallenen Kameraden beigesetzt.