Meliböcus (Melibokon oros) heißt bei Ptolemäus ein Gebirge im nördl. Teile Germaniens, unzweifelhaft der Harz. Jetzt heißt M. der höchste „Gipfel der hess. Bergstraße am Westrande des Odenwaldes, infolge falscher Deutungen, die den „Mr. des Ptolemäus hierher verwiesen. Im Munde des Volks hat dieser Berg jedoch seinen ursprünglichen Namen Malchen beibehalten. Der M. ist „eine imposante Syenitmasse von 520 m Höhe, mit schönem Buchenwald bedeckt, deren Gipfel einen 1777 erbauten, 26 m hohen Aussichtsturm trägt. Die Aussicht umfaßt das Rheinthal von Speier bis unterhalb Mainz, bis zu den Vogesen, den Main bis zum Taunus und Vogelsberg. Der M. und der östlich davon liegende Felsberg (s. d.) bil⸗ [den die besuchtesten Höhen des vordern Odenwaldes. Melieeris (grch.), Honigbalggeschwulst, entsteht durch Ansammlung von Hautfett in krankhaft erweiterten Hautdrüsen.