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GeschichteBrockhaus 1882

Abner, in der alttestamentlichen Geschichte ein Verwandter und Feldhauptmann des Königs Saul (1 Sam. 14, 50), nahm an mehrern Kriegszügen desselben teil, führte, als letzterer gestorben war, dessen Sohn Isboseth in das Lager von Mahanaim und aahne ihn zum König über ganz Israel, mit Ausnahme des Stammes Juda, von welchem David (s. d.) zum König gewählt wurde. Nachdem Isboseth unter fortdauernd unglücklichen Kriegen Fb0 David 2½ Jahre regiert hatte, ging A., von Sboseth persönlich beleidigt, zu David über, unter1 si + und brachte auch Israel zur Unterwerfung. Bald darauf ward er jedoch durch Joab, dessen Bruder Asahel er getötet hatte, aus Blutrache ermordet. David beklagte den Verlust A.s tief (2 Sam. 3, 6—34). Abnööba heißt bei Plinius, Tacitus, Ptolemäus u. a. ein im Südwesten Germaniens gelegenes Gebirge, welches das südwestl. Ende des sog. Hercynischen Waldes bildete und die Quellen der Donau enthielt. Später erhielt dasselbe auch die Namen Marcianischer Wald (Silva Marciana) oder Rauracisches Gebirge (Montes Rauraci), und WAbnd somit dem heutigen Schwarzwald. Regelwidrigkeit, Anomalie, heißt im physiol. Sinne jeder Zustand eines lebenden Körpers, der von dem Gesetze, welches die Natur in der Bildung desselben —. abweicht. Man nennt dann den Zustand selbst einen abnormen, im Gegensatz gegen den normalen, der jenem Gesetz entsprechend ist. Die A. kann bleibend oder vorübergehend, angeboren oder nach der Geburt erst erworben (Mißgeburt oder Krankheit) sein; sie kann die physik. Eigenschaften wie die Funktion eines Körpers oder Körperteils betreffen. (gl. Krankheit und Mißgeburt.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 60Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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