Mentäna, Stadt in der ital. Provinz Rom mit (1881) 929 E., 21 km nordöstlich von Rom, wahrscheinlich die Ciritas Nomentana der Alten, unweit deren die Via gleichen Namens vorbeizog, geschichtlich bekannt geworden durch die Niederlage Garibaldis 3. Nov. 1867. Das etwa vierstündige Gefecht von M. wurde von den Freischaren Garibaldis, der sich bald nach dem Erfolge von Monte-Rotondo (s. d.) auf dem Wege von M. gegen Tivoli in Marsch gesetzt hatte, den päpstl. Truppen unter Befehl des Obersten Charette geliefert, welche wesentlich durch eine unter dem General Polhes stestende Abteilung franz. Infanterie, Jäger zu Fuß und zu Pferde unterstützt wurden. Die päpstl. Truppen siegten besonders durch die Erfolge, welche das franz. Chassepotgewehr (edie Wunder von M. errang. Garibaldi soll an 3000 Mann an Toten, Verwundeten und Gefangenen verloren haben. Das wichtigste Ergebnis des Treffens bei M. war, daß Garibaldi selbst am Tage nach demselben auf der Eisenbahnstation Figline, zwischen Arezzo und Florenz, von einem höhern ital. Offizier der Carabinieri angehalten, festgenommen und nach dem Fort Varignano bei La Spezia gebracht wurde. Zur Erinnerung an diesen Sieg stiftete Papst Pius IX. durch Breve vom 14. Nov. 1867 die Mentana-Medaille, ein achteckiges Kreuz von Silber mit der Inschrift Fidei et Virtutid auf der einen und „Hinc Victoria auf der andern Seite, welches an alle päpstl. und franz. Truppen, die bei M. mitgefochten hatten, verliehen wurde. Dagegen wurde 25. Nov. 1877 in M. ein Denkmal (röm. Opferaltar auf einem 39 m im Umfange messenden quadratförmigen Podium, im ganzen 10 m hoch), dessen Kosten durch ital. Patrioten aufgebracht worden waren, zu Ehren der gefallenen Garibaldianer enthüllt. Ein anderes Mentana-Denkmal wurde 3. Nov. 1880 in Mailand enthüllt.