Mertensia Willd., Pflanzengattung aus der Familie der Gleichenaceen. Man kennt gegen 30 Arten, die besonders in den Tropengegenden vorkommen. Es sind krautartige Farnkräuter mit kriechendem Wurzelstock und meist dichotom verzweigten Wedeln. Die bekannteste Art ist M. dichotoma ILilld., die in den Tropengegenden weit verbreitet ist. Die Rhizome dieser Pflanze enthalten sehr viel Stärkemehl und dienen deshalb in einigen Ländern in geröstetem Zustande als Nahrungsmittel. Merthyr-Tydfil oder Merthyr-Tydvil, Marktstadt und Borough in der engl. Grafschaft Glamorgan, die volkreichste Stadt in ganz Wales und Hauptort des Eisen- und Steinkohlenbezirks von Südwales, im obern Thale des Taf gelegen, durch Kanal und Eisenbahn mit der 33 Em entfernten Hauptstadt Cardiff verbunden, zählt (1881) 48857 E. Der Ort ist eigentlich nur ein Kompler von Eisenwerken und Arbeiterwohnungen. Vor 100 Jahren noch ein unbedeutendes Dorf, hat M. durch seinen Reichtum an Steinkohlen, Eisenerz und Kalk einen ungeheuern Aufschwung genommen. Das thonige Eisenerz liefert hier 35 Proz. Metall. In der nächsten Umgebung produziert man jährlich 150000 t Eisen, wovon viel in Stangen verwandelt wird, ehe man es in Cardiff einschifft. Die Eisenwerke gehören zu den großartigsten Großbritanniens, und beschäftigen in M. selbst, in dem 8 km östlich gelegenen Dorfe Dowlais, sowie bei Cyfarthfa und Hirwain, den Werken Pen-y-darran und Plymouth eine sehr große Menge Arbeiter.