Merioneth, Grafschaft im engl. Fürstentum Wales, zählt auf 1559,16 àkm (1881) 54 793 E. und hat einen wildromantischen Charakter, indem sie fast ganz von steilen Bergen und herrlichen Thälern erfüllt ist. Unter jenen ist der 900 m hohe Aren-Mowddwy der höchste, der 888 m hohe, fast unersteigliche Cader-Idris der berühmteste. Gegen Westen fließen der Avon oder Maw, der Dysinwy und Dovey, gegen Osten die Dee durch das Pimblemeer oder den Balasee, einen der größten unter den walliser Seen, mit hellem Wasser und großem Fischreichtum. Der silurische und cambrische Schiefer, von Porphyr und andern Trappfelsen durchbrochen, herrscht vor. Der Bergbau fördert Blei, Silber, wenig Kupfer und etwas Gold in den Cloganbergen. Der Boden des Landes ist wenig fruchtbar, der Ackerbau daher nicht von Belang; wichtiger ist die Viehzucht. Die Industrie umfaßt Strumpf- und Handschuhstrickerei, Woll⸗, besonders Flanellweberei. Die Grafschaft schickt ein Mitglied in das Parlament. Hauptort ist Dolgelly (s. d.). Meristém nennt man in der Botanik allgemein jedes lebhaft durch Teilung sich vermehrende Zellgewebe, wie es sich z. B. an den Vegetationsscheiteln der fortwachsenden Stengel und Wurzeln oder auch im Innern schon erwachsener Organe findet. Die Meristempartien an den äußersten Spitzen der Stengel und Wurzeln, in denen noch keine weitere Differenzierung in Dauergewebe stattgefunden hat, nennt man Urmeristem. Die in ältern Partien noch vorhandenen meristematischen Gewebe bezeichnet man im Gegensatz zu dem Urmeristem als Folgemeristem. Die Zellen der Meristeme haben zumeist eine parenchymatische Gestalt, zarte Wände und sind dicht mit Protoplasma angefüllt.