FeedMetachromatypie
TechnikBrockhaus 1882

Metachromatypie nennt man das Verfahren, chromolithographische Bilder (s. Farbendruch) auf mit Weizenstärke und Gummi präpariertes Papier so zu drucken, daß sie sich auf Holz, Blech, Glas, Metall, Porzellan, Leder, Papier u. s. w. übertragen lassen; zur Dekoration von Porzellan i werden diese sog. Abziehbilder mit Metallfarben hergestellt, um das Einbrennen zu ermöglichen. Bei der Manipulation wird die Bildfläche des Bil-H des mit Lack dünn überzogen, auf den zum Verzieren bestimmten Gegenstand gelegt und mit einem pilzförmig geballten Tuch oder einem Falzbein angedrückt; hierauf benetzt man die Rückseite mit i einem feuchten Schwamm und hebt das Papier mit einer Pincette ab. Das nun haftende Bild wird darauf nochmals mit dem Schwamm angedrückt und vom Schleim befreit. Nach dem Trocknen kann das Bild lackiert, poliert etc. werden. Bei dem Abziehen auf lackierte Gegenstände, Metalle, Wachstuch etc. wird anstatt der Bildfläche besser die betreffende Stelle des Gegenstandes mit Lack bestrichen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 656Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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