Cyanotypie (Blauprozeß), ein von John verfahren. Herschel tränkte Papier mit einer Lösung von Eisenchlorid, trocknete und belichtete es unter einem negativen Bilde. Das Eisenchlorid wurde durch Wirkung des Lichts unter den durchsichtigen Stellen des Negativs zu n riinmn reduziert und dieses lieferte durch Behandlung mit rotem Blutlaugensalz ein dunkelblaues Bild. Das Verfahren ist neuerdings dadurch vereinfacht worden, daß man mit einer Mischung von citronsaurem Eisenoxydammon und rotem Blutlaugensalz getränktes Papier zum Kopieren benutzt, dieses liefert unmittelbar ein blaues Bild, welches durch Waschen mit Wasser fixiert wird. Ein anderer Cyanotypprozeß besteht in der Präparation von Papier mit einer gummihaltigen Eisenoxydsalzlösung, Belichtung desselben unter einem positiven Bilde und Entwickelung mit gelbem Blutlaugensalz. Dieser Prozeß liefert von einem positiven Bilde (3. B. einer Zeichnung) wieder ein Positiv. Beide Prozesse werden vielfach von Ingenieuren zur Herstellung von Lichtpausen (s. d.) verwendet. Vgl. Pizzighelli, „Anthrakotypie und C.y (Wien 1881).