Metonomasie (grch.), Veränderung eines Namens durch übersetzung desselben in eine fremde Sprache, z. B. Melanchthon statt Schwarzerd, Sartorius statt Schneider, Celtes statt Meißel u. s. w. Namentlich herrschte die Sitte, den deutschen Namen ins Lateinische oder Griechische zu übersetzen, unter den Gelehrten des 15. und 16. Jahrh. Viele dieser Übersetzungen sind zu wirklichen Familiennamen geworden.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 673Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei