Meusel (Joh. Georg), Kunst-und Litterarhistoriker, geb. 1743 zu Eyrichshof bei Bamberg, studierte zu Göttingen, habilitierte sich in Halle, wurde 1769 Professor der Geschichte in Erfurt und 1780 in Erlangen, wo er 19. Sept. 1820 starb. Sein (Gelehrtes Deutschlando (fortgesetzt von Ersch und von Lindner, 23 Bde., Lemgo 1796—1834), das (Lexikon der von 1750—1800 verstorbenen deutschen Schriftstellero (15 Bde., Lpz. 1802.—16) und seine nicht beendigte Bearbeitung von B. G. Struves (Bibliotheca historica (Bd. 1—11, Lpz. 1782.— 1804) sind in Rücksicht des Sammelfleißes, der Genauigkeit und Vollständigkeit fast einzig in ihrer Art. Zur Beförderung der Kunstgeschichte trug er bei durch sein Deutsches Künstlerlexikon» (2 Bde., Lemgo 1778; neue Aufl., 3 Bde., 1808 —- 9), Miscellaneen artistischen Inhalts (30 Hefte, Erfurt 1779—87), (Museum für Künstler und Kunstliebhaberp (18 Stück, Mannh. 1787 92), Neues Museum u. s. w. (4 Stück, Lpz. 1794 — 95), Neue Miscellaneen artistischen Inhalts o (14 Stück, Lpz. 1795—1803), (Archiv für Künstler und Kunstliebhaber » (4 Stück, Dresd. 1803—8). Um die Statistik machte er sich durch die Anleitung zur Kenntnis der europ. Staatenhistoriep (5. Aufl., Lpz. 1816), die «Litteratur der Statistik' (2 Bde., Lpz. 1806 —7) und das KLehrbuch der Statistiko (4. Aufl., Lpz. 1817) verdient.