FeedDanzel (Theod. Wilh.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Danzel (Theod. Wilh.), Asthetiker und Litteraturhistoriker, geb. 4. Febr. 1818 zu Hamburg, besuchte die Schulen daselbst und studierte 1837—41 zu Leipzig, Halle und Berlin Philosophie 1Hach schieden dem Systeme Hegels anschließend. Nachdem er 1841 promoviert, widmete er sich einige Jahre in Hamburg kunstphilos. und kunstgeschichtlichen Studien, als deren Früchte unter anderm die Schriften über Goethes Spinozismuso (Hamb. 1843), Die Asthetik der Hegelschen Philosophienv (Hamb. 1844) und die Abhandlung «über den gegenwärtigen Zu-Aars der Philosophie der Kunst und ihre nächste ufgabe in Fichtes „Zeitschriftz (Bd. 12, 14 u. 15) erschienen. Im Febr. 1845 habilitierte er sich an der Universität zu Leipzig, hatte jedoch vielfach mit Krankheit und ungünstigen Verhältnissen zu kämfen und starb daselbst 9. Mai 1850. In den letzten Daen seines Lebens verfaßte D. seine beiden Hauptwerke: (Gottsched und seine Zeity (Epz. 1848) und „Gotthold Ephraim Lessing, sein Leben und seine Werker (Bd. 1, Lpz. 1850, Bd. 2, mit Benutzung von D.s Nachlaß von Guhrauer herausegeben, 1854; 2. Malteann und vermehrte Aufage von W. von Maltzahn und R. Doller Aul-Berl. 1880—81). Eine Sammlung wertvoller Aufsätze D.s hat O. Jahn (Gesammelte Aufsätzer, Lpz. 1855) herausgegeben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 869Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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