Lützow (Karl von), hervorragender Kunsthistoriker, geb. 25. Dez. 1832 zu Göttingen, widmete sich in letzterer Stadt und in München philol. und archäol. Studien, die er in Berlin fortsetzte. Hier trat er mit Wilhelm Lübke in Verbindung und gab mit ihm die 2. und 3. Auflage der „Denkmäler der Kunste heraus. Hierauf habilitierte er sich als Docent der Kunstgeschichte in München und begann 1863 die Recensionen und Mitteilungen über bildende Kunsto in Wien, wo er 1864 die Docentur der Kunstgeschichte an der k. k. Akademie der bildenden Künste erhielt. Zwei Jahre später übernahm er daneben auch die Stelle eines Bibliothekars und Custos der Kupferstichsammlung an der k. k. Akademie, an der er zugleich als Vorstand des Museums der Gipsabgüsse fungiert. Im J. 1867 wurde er zum außerord. und 1882 zum ord. Professor der Architekturgeschichte an der k. k. Hochschule in Wien ernannt. Seine größern eigenen Schriften sind: (Münchener Antiken» (7 Lfgn., Münch. 1861 —69), «Das choragische Denkmal des Lysikrates in Athen» (Lpz. 1858), «Die Meisterwerke der Kirchenbaukunsto (Lpz. 1862; 2. Aufl. 1871), „Die Geschichte der k. k. Akademie der bildenden Künste» (Wien 1877), «Die Kunstschätze Italiens v (Stuttg. 1884). Auch gründete L. die Zeitschrift für bildende Kunsto (Lpz. 1866 fg.) und bearbeitete den 1. Band der 2. Auflage von Schnaases «Geschichte der bildenden Künster.