Hotho (Heinr. Gust.), Asthetiker und Kunsthistoriker, geb. 22. Mai 1802 zu Berlin, studierte auf der Universität daselbst anfangs die Rechte, später Philosophie. Er habilitierte sich 1827 zu Berlin, ubernahm 1828 das Lehramt der allgemeinen Litteraturgeschichte an der Kriegsschule, wurde 1829 außerord. Professor an der Universität und 1830 Direktorialassistent der Gemäldegalerie im königl. Museum. Seit 1859 war er Direktor der Kupferstichsammlung des königl. Museums. H. starb zu Berlin 24. Dez. 1873. Für die Gesamtausgabe der Werke Hegels bearbeitete er dessen (Vorlesungen über Asthetiks (3 Bde., Berl. 1835—38). Ferner veröffentlichte er Vorstudien für Leben und Kunsto Lenschit 1835). H.s Hauptwerke bilden jedoch seine unsthistor. Arbeiten, unter denen die unvollendet gebliebene «Geschichte der deutschen und niederländ. Malerei» (Bd. 1 u. 2, Berl. 1840—43), Die Malerschule Huberts van Eyck nebst deutschen Vorgängern und Zeitgenossen » (2 Bde., Berl. 1855 — 58) und „Die Meisterwerke der Malerei vom Ende des 3. bis Anfang des 18. Jahrh. in photo-⸗ und photolithographischen Nachbildungene (Berl. 1865 fg.), 4Geschichte der christl. Malerei» (Lfg. 1 —3, Stuttg. 1867—72) die bedeutendsten sind. Vortrefflich sind auch seine Texte zu dem Eyck-Album (Berl. 1861) und zum Dürer-Album (Berl. 1863).