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ErdkundeBrockhaus 1882

Michael II. (auch der Stammlero genannt) behauptete sich zwar gegen eine Empörung 822—824, verlor aber seit 825 die Insel Kreta an die andalusischen Sarazenen. M. starb im Okt. 829. Seines berühmten Sohnes Theophilos und der Theodora Sohn war Kaiser Michael III., der, bei des Vaters Tode 842 erst vier Jahre alt, zuerst (bis 856) unter der Vormundschaft seiner Mutter und seines Oheims Bardas stand. Durch den letztern. auf Abwege geleitet, wurde M., unter dessen Regierung der Bulgarenkönig Bogaris 864 sich taufen ließ und den Namen M. annahm, ein Wüstling, der sich den Beinamen des Trunkenboldesv erwarb. Endlich wurde M. durch seinen ehrgeizigen Günstling Basilios, den Gründer der sog. macedonischen Dynastie, am 23. Sept. 867 ermordet. Durch die Gunst der letzten Basiliden, der Töchter des Kaisers Konstantin VIII., gelangte auf den Thron als zweiter Gemahl der Prinzessin Zoé der paphlagonische Kammerdiener Michael IV., 1034 bis 10. Dez. 1041, und nach dessen Ableben sein Neffe Michael V. Kelaphates, der aber schon nach vier Monaten durch eine Volksbewegung wieder gestürzt wurde. Zoés Schwester und Nachfolgerin Theodora ernannte bei ihrem Tode (30. Aug. 1056) den General und Senator Michael VI. Stratiotikos zum Kaiser, der aber schon 31. Aug. 1057 durch eine allgemeine Erhebung des griech. Adels in Kleinasien gezwungen wurde, zu Gunsten des Isaak Komnenos der Herrschaft zu entsagen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 694Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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