Basilius II., byzant. Kaiser, war ein Sohn des Kaisers Romanus II. und der Theophano. Geboren 957, kam B. zur Herrschaft erst nach Ablauf der trefflichen Regierungen der Kaiser Nikephoros Phokas und Johannes Tzimiskes, die sich aber nur als seine Vertreter angesehen hatten. Als letzterer am 10. Ber 976 gestorben war, hatte B. lange egen die Bevormundung des mächtigen und herrschüchtigen Staatsratspräsidenten Basilius anzu-Mämwjen. Ein Aufstand des Generals Bardas Skleros, der aus Abneigung gegen den regierenden Minister als Prätendent in Asien auftrat, wurde mit Mühe 979 überwältigt. Inzwischen hatten die sicil. Araber Angriffe auf Mittelitalien gemacht und namentlich hatte der bulgar. Held Samuel den größten Teil der innern Landschaften der Balkanhalbinsel erobert, Prespa zu seiner Hauptstadt gemacht und Raubzüge bis zum Peloponnes unternommen. Erst 981 konnte B. gegen ihn zu Felde ziehen. Aber eine schlimme Niederlage bei Triaditza nötigte B. zu langen reorganisatorischen Arbeiten. Die Enerie und Strenge des Kaisers machte ihm viele Farde und noch 987 empörte sich der General ardas Phokas in Asien. Nachdem dessen plötzlicher Tod (April 989) bei Abydos dem Bürgerkriege ein Ende gemacht hatte, enthob der Kaiser den Basilius seines Amtes und trat nun mit voller Kraft als Alleinherrscher auf. Während er in Italien nur durch seinen General die Kämpfe mit Arabern und mit den sächs. Kaisern führen ließ, während seine Heerführer (und er selbst persönlich 991 und 995) andauernd mit Erfolg auf der Linie von Georgien bis Damaskus fochten, war seine Hauptaufgabe die Zertrümmerung des bulgar. Reiches. Seit 990 währte dieser furchtbare Kampf. Im J. 996 war das Schicksal der Bulgaren entschieden und 1018 war das bulgar. Reich vollständig zu Grunde gerichtet und wurde in eine griech. Provinz verwandelt. Im J. 1019 feierte B. in Athen ein großes Siegesfest und zog dann triumphierend in Konstantinopel ein. Er starb Dez. 1025.