Herjeaà-dalen, schwed. Provinz, der südl. Teil des Jemtlands-Län, zählt auf 13 650 qkm (wovon 407,5 Gewässer) (1882) 9112 E. Der gebirgige Boden ist unfruchtbar und erlaubt wegen des rauhen Klimas nur spärlichen Anbau. Viehzucht und in neuerer Zeit das Ausbeuten der reichen Wälder sind die Hauptnahrungszweige. Der Reichtum an Erzen ist bedeutend, doch ist wegen Mangel an guten Verkehrswegen die Ausbeutung noch gering. Die vielen Flüsse, wie Lijusnan (215 km) und Ljungan, haben einen reißenden Lauf. Von den Gebirgsknoten (Fjäll) sind hervorzuheben: Son-Fjället im SW., Oviks⸗ und Klöfsjofjällen im NW., Helagsfjället (etwa 1500 m) im N. In der ganzen Provinz gibt es keine Stadt, Hauptort ist das Eisenwerk Ljusnedal. H. ist benannt nach der Herje-a, einem Beiflusse der Ljusnan. Nachdem es Jahrhunderte lang ein Gegenstand streitiger Ansprüche Schwedens und Norwegens gewesen, kam es durch den Brömsebrofrieden (1645) an erstere Macht.