Michaelis (Joh. David), berühmter prot. Theolog, geb. 27. Febr. 1717 zu Halle als Sohn des Theologen und Orientalisten Christian Benedikt M. (gest. 1764), wurde auf dem Waisenhause und der Universität zu Halle gebildet und 1745 nach Göttingen berufen, wo er die histor.⸗kritische Betrachtung des Alten Testaments begründete. In den J. 1753—70 leitete M. die Direktion der Göttinger Gelehrten Anzeigen »v. Er starb 22. Aug. 1791. Er schrieb: Einleitung in die Schriften des Neuen Bundes» (2 Bde., Gött. 1788), „(Gründliche Erklärung des mosaischen Rechts (6 Bde., Frankf. 1779), die Moralo (herausg. von Stäudlin, 3 Bde., Gött. 1792 —1802). Vgl. Lebensbeschreibung von ihm selbst abgefaßto (herausg. von Hassencamp, Lpz. 1793).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 695Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei