FeedCotta (Joh. Friedr.)
ReligionBrockhaus 1882

Cotta (Joh. Friedr.), berühmter Theolog des 18. Jahrh., geb. zu Tübingen 12. Mai 1701, war der Sohn Johann Georg C.s, dessen gleichnamiger Vater 1659 durch Heirat in den Besitz der Brunnschen Buchhandlung in Tübingen gelangte, die seitdem den Namen der J. G. Cottaschen führt. C. studierte Theologie in seiner Vaterstadt und dann in Jena, wo er 1728 Repetent in der philos. Fakultät wurde. Nach einer größern Reise in Deutschland, Holland, Frankreich und England und mehrjährigem Aufenthalte in London ward er 1734 ord. Professor der Philosophie in Tübingen, 1736 Professor der orient. Sprachen in Göttingen, kehrte jedoch 1739 wieder nach Tübingen zurück, wo er zunächst außerord. Professor der Theologie und ordentlicher der Geschichte, 7714 und Beredsamkeit wurde. Im J. 1741 rückte er in die ord. theol. Professur ein, wurde 1777 Kanzler der Universität und starb als solcher 31. Dez. 1779. Von seinen Schriften ist neben dem «Entwurf einer ausführlichen Kirchenhistorie des Neuen Testamentsvl3 Bde., Tüb. 1768—73) die mit Erläuterungen und Ergänzungen versehene Ausgabe von Gerhards Loci theologicin (17 Bde., Tüb. 1762—77) zu nennen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 635Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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